
Im Sommer 1989 erhielt ich meine Privatpilotenlizenz. Nun entstand auch für Interessierte aus unserer Region und dem weiteren
Umfeld die Möglichkeit, das bekannte Land in aller Ruhe aus einer anderen Perspektive zu sehen. 1990 bekam ich mit Unterstützung
einer werblichen Darstellung meinen eigenen Ballon. Eine neue Attraktion in unserer Region war hinzugekommen.
Aber alleine dabei sollte es nicht bleiben. Nach ein paar Jahren mehrten sich zusätzliche Hüllen am Horizont. Auch andere schienen
ausgeträumt zu haben und hingen ihren Ballon an den Himmel. Später entstanden so die ersten Luftfahrtunternehmen dieser Sparte.
Eine Lücke zu einer neuen Unternehmung in unserem jungfräulichen Herford, Minden und Lübbecke war entdeckt, und so auch der Spaß
an der Freizeitbeschäftigung in diesem Sport. Und was nun mal Spaß macht, wird bekanntlich öfter wiederholt. So blieb es bei einigen
nicht beim Traumballon. Der Erwerb zusätzlicher Ballone wurde angestrebt und diese gleichzeitig gestartet. Das Interesse der Bevölkerung
am Ballonfahren hat natürlich zu dieser Entwicklung beigetragen.
Nachdem ich seit 1990 aktiv den Ballonsport betreibe und über 1000 Ballonfahrten absolvierte, bin ich aber immer noch der Meinung,
dass bei aller Technik und Abwicklung größerer Passagierzahlen am Startplatz das ursprünglich vom Fahrgast erwartete Gefühl des Abenteuers
und die Faszination der Fahrt in einem Ballonkorb nicht als eine allgemeine Beförderung oder "Busfahrt" in der Luft seinen Reiz verlieren darf.
Und was erwarten Sie von einer Ballonfahrt?
Nach unseren Beobachtungen geht es den Passagieren in einem Ballonkorb nicht um eine Beförderung von A nach B. Sie erwarten vielmehr
durch die Mitfahrt, (auch wenn sie diese als Geschenk von Freunden erhielten), Wünsche wie:
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Unser Motto: Weniger ist oft mehr!
Danke, dass ich Ihnen meine Gedanken mitteilen durfte.
Udo Poggemöller